Der Autor

 

                            Tim Engelhart

    

Geboren wurde ich 1969 in Weimar. Nach den obligatorischen Schulbesuchen absolvierte ich mein Abitur und schloss später nach drei Jahren praktischer Baustellenarbeit ein Studium der Bauwirtschaft ab. Seitdem arbeitete ich bis Ende 2007 als Bauleiter in einem Tiefbauunternehmen in Thüringen. Seit Januar 2008 bin ich nun in einem Maschinenbauunternehmen tätig.

Wie bitte? Bauwirtschaft und intensive Beschäftigung mit Geschichte, wie geht denn das? Seit Kindesbeinen galt meine Passion der amerikanischen Geschichte. Später spezialisierte ich mich auf die Geschichte der deutschen Emigranten und ihre Rolle während des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mein Interesse wuchs mit der kritischen Betrachtungsweise, die ich im Laufe der Zeit entwickelte. So ist auch mein neues Buch ein Quellwerk kritischer Geschichtsschreibung, welches den aktuellen Forschungsstand mit der historischen Darstellung verknüpft. Wer über das hegemoniale Gebaren der Vereinigten Staaten der Gegenwart nur noch den Kopf schüttelt wird überrascht sein, dass sich nahezu alle Verhaltensmuster mühelos in der Geschichte begründen lassen. Auch mein neues Buch beschreibt einige dieser „Phänomene“ auf erschreckende Weise. Aus der Sicht der Europäer, versteht sich.

Wer Geschichte umfassend darstellen will, verfälscht sie leider gleichzeitig. Diese offensichtlich unvermeidbare Antinomie war und ist die Plage der Geschichtswissenschaften. Auf der Suche nach der "objektiven" Wahrheit scheitert jeder früher oder später an seinen eigenen, immanenten Bewertungskriterien, die unbewusst im geistigen Hintergrund während der Analyse historischer Fakten ablaufen. Die Verselbständigung der logischen Schlussfolgerungen des Bewusstsein oder die unvermeidbare subjektive Interpretation jedes einzelnen, der die Faktenlage nach eigenem Ermessen bewertet? Wie man leicht erkennen kann, ist die Erklärung historischer Ereignisse und Sachverhalte wesentlich komplexer, als dies anhand einiger weniger Zahlen und Fakten auf den ersten Blick erscheint. Es ist nicht in meinem Interesse und hier schon überhaupt nicht der geeignete Ort, um wissenschaftliche Instrumentarien auf den Prüfstand zu stellen. Vielmehr muss bei jeder Ausarbeitung historischen Inhalts davon ausgegangen werden, dass Fehler unvermeidbar sind. Quasi die Schlussfolgerung aus den gewonnen Erkenntnissen, die wiederum das Ergebnis gründlicher Aufarbeitung sind. Verwirrend, nicht wahr?

Ich selbst muss mir heute kritisch eingestehen, dass einige Aussagen in Büchern oder Artikeln ansatzweise von Subjektivität geprägt waren, die allenfalls zur Aufforderung weiterer kritischer Betrachtungen dienen können. Damit ist das eigentliche Ziel in der Darstellung historischer Ereignisse wiederum erreicht: Die unterschiedliche, durchaus diametrale Betrachtungsweise vieler einzelner Personen, führt im Laufe der Zeit zu einer deutlichen Schärfe eines zum Teil weit zurück liegenden historischen Ereignisses. Die eigentliche Kunst besteht nun darin, die vielen sachbezogenen Interpretationen zu einem ausgewogenen und damit gerechten Gesamtbild zu vereinen, das viele - im Idealfall natürlich alle - Betrachtungswinkel ermöglicht. Geschichte ruht niemals. Sie ist streckenweise so lebendig wie die Gegenwart. Ihr einmaliger Vorteil liegt in dem ungeheueren Potential an Lehren und Erkenntnissen, die uns allen helfen können, unsere Gegenwart und unsere Zukunft zu meistern. 

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In eigener Sache: Mal ehrlich, ändert sich ein Sachverhalt, eine Tatsache dadurch, dass man sie totschweigt? Was bringt es, sich hierzu nicht mehr zu äußern, oder vielleicht klare, durch Tatsachen unwiderruflich geschaffene Sachverhalte bewusst, oder in manchen Fällen auch aus Hilflosigkeit, zu verdrehen? Wem nützt das alles? Die Antwort muss lauten: Niemand und nichts! Ein historisches Ereignis verbessert sich nicht dadurch, dass einige Fakten, und mögen sie noch so unwesentlich erscheinen, verschwiegen werden und daher unberücksichtigt bleiben. Ich habe stets versucht, mir und meinen Prinzipien treu zu bleiben. Tatsachen, mögen sie auch unangenehm sein, nicht zu verschweigen und kritisch zu untersuchen. Natürlich muss auch ich mich dabei ständig kritischen Fragen unterziehen. Kann ich wirklich objektiv bleiben, wenn ich einen Sachverhalt untersuche, der so viele Jahre zurück liegt? Gehören meine Sympathien, latent oder offensichtlich, nicht den deutschen Freiwilligen, die ihren Beitrag für die Erhaltung der Union leisten wollten oder mussten? Ich habe für mich entschieden, dass ich einen Weg gehe, der zielstrebig durch prüfende Blicke nach rechts und nach links dennoch geradlinig verlaufen soll. Einigen mag dies nicht gefallen. Vorwürfe, ich hätte mich in polemischer Rabulistik verstrickt, halte ich aus. Dennoch nehme ich kritische Wortmeldungen ernst und versuche sie zu berücksichtigen. Denn ich weis, dass Kritik immer noch die konstruktivste Form einer sachbezogenen Auseinandersetzung ist. Dies wird der ein oder andere Leser meines Buches genauso empfinden, glauben Sie mir.

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Wer Interesse an der Thematik hat, kann sich mit mir in Verbindung setzen. Ich freue mich über jede Anfrage, Hinweis oder Beitrag. Z.Z. recherchiere ich über die verschiedenen Waffensysteme, welche im US - Bürgerkrieg zur Anwendung gelangten. Wer interessante Modelle in seiner Sammlung besitzt, und diese ggf. für Artikel zur Verfügung stellen möchte, sollte mich kontaktieren. Danke.

 

An dieser Stelle möchte ich allen Interessierten und Beteiligten dieser Homepage danken. Namentlich Holger Limpp und Stefan Papp Jr. für ihre wertvollen Hinweise.

 

Historische Filme mit militärischem Inhalt leben von Statisten. Allein für die Produktion "GETTYSBURG" zogen 13.000 Statisten in nachgestellte Schlachten. Die Ausrüstung brachten sie gleich von zu Hause mit. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass uns Filme auch nach über 140 Jahren ein authentisches Bild dieser kriegerischen Auseinandersetzung vermitteln können.

Die Darstellung historischer Ereignisse in originalen oder originalgetreuen Uniformen, stellt für mich eine signifikante Bereicherung hinsichtlich der theoretischen Beurteilung historischer Zusammenhänge dar. Die Vergangenheit "begreifen", historische Abläufe weitestgehend objektiv bewerten, dies alles sind untrennbare Bestandteile einer kontemplativen und überzeugenden Darstellung von Ereignissen, die längst unserem Bewusstsein entrückt sind. Zugegeben, anfangs habe ich Reenactment Darstellungen relativ kritisch gegenüber gestanden. Heute schätze ich die Detailversessenheit einiger Darsteller, die in der Verknüpfung mit historischem Sachverstand ihre Glaubwürdigkeit mehr als einmal unter Beweis gestellt haben. Weiter so!

 

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