|
Medal of Honor -
Tapferkeitsmedaille
Die Idee einer militärischen Ehrung
einfacher Soldaten für besondere persönliche Tapferkeit
wurde bereits zu Beginn des Bürgerkrieges geboren. Anfangs
für die Marinesoldaten konzipiert, setzte sich die
militärische Auszeichnung mit der Medal of Honor ab Juli
1862 auch für die Landstreitkräfte durch. Zu verdanken war
dies dem Senator Harry Wilson aus Massachusetts, der bereits
im Februar 1862 die Dekorierung für die Unionsstreitkräfte
mit der Medal of Honor anregte. Während des Amerikanischen
Bürgerkrieges erhielten 1520 Soldaten und Matrosen der
Unionsarmee die hohe militärische Auszeichnung. Soweit
feststellbar, befanden sich wenigstens 67 in Deutschland
geborene Soldaten unter den Aspiranten, die für ihren
persönlichen Mut und für ihre Tapferkeit ausgezeichnet
wurden. Die nachfolgende Aufstellung soll einen Überblick
vermitteln. Aufgrund der Schwierigkeiten eindeutiger
ethnischer Zuordnung muss die Liste jedoch unvollständig
bleiben.

Wilhelm Archinal (Bild) wurde am 3. Juni
1840 in Hessen geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente
er als Corporal der I Kompanie im 30. Infanterieregiment aus
Ohio. Während der Vicksburg Feldzüge von März bis Juli 1863
beteiligte sich Corporal Archinal an mehreren Sturmangriffen
auf die gegnerischen Stellungen. Unter schwerstem
Abwehrfeuer der Konföderierten marschierte Archinal am 22.
Mai 1863 seinen Männern voran. Am 10. Juli 1894 wurde er
dafür vom Kongress mit der Tapferkeitsmedaille
ausgezeichnet. Wilhelm Archinal starb am 10. Mai 1919 und
wurde in Trenton, New Jersey, beerdigt.
Friedrich A. Ballen wurde am 11.
August 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als private im 47. Infanterieregiment
aus Ohio. Während der Belagerung von Vicksburg schlich sich
privat Ballen mit weiteren Freiwilligen in der Nacht vom 3.
zum 4. Mai 1863 an die feindliche Artilleriestellungen
heran, und machte einige der Geschütze unbrauchbar.
Friedrich A. Ballen starb am 27. April 1916 und wurde in
Carleton, Mississippi, beerdigt.
Karl Bieger wurde am 25. März 1844
in Wiesbaden geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente
er als private der D Kompanie in der 4. Missouri Kavallerie.
Während der Gefechte in der Nähe von Ivy Farm, Mississippi,
am 22. Februar 1864, rettete private Bieger unter
Lebensgefahr sein Hauptmann aus der Umklammerung des
Feindes. Karl Bieger starb am 10. August 1930 im Alter von
86 Jahren. Er wurde in St. Louis, Missouri, begraben.
Karl Blücher

Nicholas Boquet (Bild) kam am 14. November
1842 im bayerischen Landau zur Welt. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als einfacher private in der D
Kompanie der 1. Iowa Infanterie. In der Schlacht bei Wilson
Creek am 10. August 1861, schnappte sich private Boquet
kurzerhand ein reiterloses Pferd und rettete durch seine
wagehalsige Aktion ein Geschütz vor der Übernahme durch den
Feind. Am 16. Februar 1897 erhielt er dafür die militärische
Auszeichnung medal of honar. Nicholas Boquet starb am 27.
Dezember 1912 und wurde in Burlington, Iowa, beerdigt.
August F. Bronner wurde 1835 in
Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als private in der C Batterie des 1. New Yorker Artillerie
Regimentes. Trotz schwerer Verwundung blieb Bronner während
der Schlacht von White Oak Swamp, Virginia, am 30. Juni
1862, bei seiner Batterie und bediente die Geschütze. August
Bronner starb am 31. Oktober 1893 und wurde in Newark, New
Jersey, beerdigt.

Abraham Cohn (Bild) wurde 1832 in
Schlesien geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als Hauptfeldwebel in der 6. New Hampshire Infanterie.
Während der Wilderness Feldzüge im Mai 1864 sammelte er die
zurückströmenden Unionseinheiten und führte sie zurück gegen
den Feind. Ein ähnliches Verhalten zeigte Cohn bei der
Belagerung von Petersbug, wo er sich durch seine
Kaltblütigkeit im Schlachtgetümmel auszeichnete. Am 24.
August 1865 erhielt er dafür die Tapferkeitsmedaille.
Abraham Cohn starb am 2. Juni 1897 und wurde in Brooklyn,
New York, beigesetzt.
Hubert Dilger
August Dorley wurde 1842 in
Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als private in der B Kompanie der 1. Louisiana Kavallerie.
In der Schlacht von Mount Pleasant, Alabama, am 11. April
1865, machte private Dorley trotz großer persönlicher
Gefahr, einen Gefangenen. August Dorley starb am 17. Oktober
1867 und wurde auf dem Friedhof von Natchez, MS, beigesetzt.

Richard Enderlin (Bild) wurde am 11.
Januar 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als Musiker der B Kompanie im 73.
Regiment aus Ohio. Während der Schlacht von Gettysburg
beteiligte sich Enderlin an den Gefechten, indem er die
Waffe eines verwundeten Soldaten handhabte. Kurze Zeit
später rettete er einen verwundeten Kameraden und zog ihn
vom Schlachtfeld zurück in die Verschanzung. Der verwundete,
aber dankbare Soldat war George Nixon, der Urgroßvater von
Richard M. Nixon, ein späterer Präsident der Vereinigten
Staaten. Richard Enderlin starb am 11. Februar 1930 und
wurde in Chillicothe, Ohio, beerdigt.
Frank E. Fesq wurde am 4. April 1840 in
Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als private in der A Kompanie des 40. Infanterieregimentes
aus New Jersey. Während der Belagerung von Petersburg,
Virginia, gelang es private Fesq am 2. April 1865 die Fahne
der 18. North Carolina Infanterie zu erbeuten. Frank Fesq
starb am 9. Mai 1920 im Alter von 80 Jahren und wurde auf
dem Friedhof Orange, New Jersey, beigesetzt.

Friedrich W. Fout (Bild) wurde 1840 in
Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als 2. Leutnant in der 15. Leichten Indiana Artillerie. In
der Schlacht von Harpers Ferry, am 15. September 1862,
meldete sich Leutnant Fout freiwillig für die heikle
Aufgabe, die Kanonen in Stellung zu bringen, obwohl der
befehlshabende Offizier sich bereits zurückgezogen hatte. Es
gelang Fout und seinen Männern den Beschuss dermaßen zu
forcieren, dass die Konföderierten Einheit schließlich
aufgaben und in Gefangenschaft gerieten. Fout konnte am 2.
November 1896 die Tapferkeitsmedaille entgegen nehmen.
Friedrich W. Fout starb am 6. Juni 1905 und wurde in St.
Louis, Missouri, beigesetzt.
Heinrich Fox wurde am 3. Oktober
1833 in Reutlingen, Württemberg, geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er anfangs als Feldwebel, später als
Hauptmann, der H Kompanie im 106. Infanterieregiment aus
Illinois. In der Schlacht von Jackson, Tennessee, am 23.
Dezember 1862, wurde das Regiment von überlegenen
feindlichen Truppen eingeschlossen. Die Männer zogen sich in
ihre Unterstände zurück in der Hoffnung, das mörderische
Feuer zu überstehen. Ungeachtet dieser Gefahr verließ
Feldwebel Fox den schützenden Unterstand und rannte quer
über eine Bahnlinie, während sich der feindliche Beschuss
auf ihn konzentriert hatte. Es gelang ihm, Verstärkung zu
holen und seine eingeschlossenen Kameraden konnten aus ihrer
misslichen Lage befreit werden. Heinrich Fox starb am 3.
September 1906 und wurde in Dwight, Illinois, beerdigt.
Martin Freeman wurde am 18. Mai
1814 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg
heuerte er als Matrose auf der U.S.S. Hartford an. Während
der mörderischen Kanonade in der Mobile Bay, Alabama, am 5.
August 1864, blieb Matrose Freeman unbeeindruckt auf seinem
Posten und dirigierte die föderierte Flotte in die Bucht, um
hier die feindlichen Schiffe und Fortposten auszuschalten.
Martin Freeman starb am 11. September 1894 und wurde in
Pascagoula, Mississippi, beigesetzt.

Friedrich Fuger (Bild) wurde am 18. Juni
1836 in Württemberg geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg
diente er als Sergeant der A Batterie in der 4. US
Artillerie. Während der Schlacht von Gettysburg übernahm
Fuger das Kommando seiner Batterie, nachdem alle
befehlshabenden Offiziere getötet oder verwundet worden
waren. Die Batterie hielt stand und der Sturmangriff der
Konföderierten (Picketts Charge) scheiterte blutig. Fuger
trat später in die reguläre Armee ein und erhielt am 13.
Februar 1899 seine Beförderung zum Major. Ein Jahr später
ließ er sich in den Ruhestand versetzen. Friedrich Fuger erhielt die medal of honar am 24. August 1897
rückwirkend und starb am 13. Oktober 1913. Er wurde auf dem
Arlington National Cemetery beigesetzt.
Wilhelm M. R. Grebe
Ignatz Gresser wurde am 15. August
1835 in Deutschland geboren. Während der Schlacht am
Antietam, im September 1862, rettete trotz schwerem
feindlichen Feuer, einem verwundeten Kameraden das Leben.
Korporal Gresser starb am 1. August 1929 im Alter von 93
Jahren. Er wurde auf dem Friedhof von Allentown,
Pennsylvania, beerdigt.
Georg M. Grueb wurde 1835 in
Württemberg geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als private in der E Kompanie des 158. Infanterieregimentes
aus New York. In der Schlacht von Chapins Farm, Virginia, am
29. September 1864, stürmte private Grueb trotz schwerem
Abwehrfeuers tapfer gegen den Feind vorwärts und verhalf
dadurch den eigenen Truppen, die konföderierten Kräfte zu
überwältigen. George M. Grueb starb am 26. September 1893
und wurde auf dem Friedhof Bath, New York, beigesetzt.
Johann Hack wurde am 26. November
1842 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg
diente er als private in der B Kompanie im 47.
Infanterieregiment aus Ohio. In der Nacht des 3. Mai 1863
schlich sich Hack gemeinsam mit neun weiteren Freiwilligen,
darunter Friedrich Ballen, in der Nähe von Vicksburg an
feindliche Geschütze heran und machte einige davon
unbrauchbar. Johann Hack starb am 29. März 1933 im Alter von
90 Jahren. Er wurde auf dem Friedhof von Trenton, Missouri,
beigesetzt.
Heinrich A. Hammel wurde am 20.
September 1840 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als Hauptfeldwebel in der 1. Leichte
Artillerie aus Missouri. Während der Gefechte am Grand Gulf,
vom 28. bis 29. April 1863, trieb das U.S. Schiff "Cheeseman"
manövrierunfähig in das Feuer des Feindes. Einige
Freiwillige, darunter Heinrich Hammel, richteten ihre
Geschütze auf die konföderierten Batterien, und bewahrten
das Schiff vor der vollständigen Zerstörung. Heinrich A.
Hammel starb am 29. November 1902 und wurde auf dem
Bellefontaine Friedhof in St. Louis, Missouri, beerdigt.

Johann W. Hart (Bild) wurde am 30. Juli
1833 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg
diente er als Sergeant der D Kompanie im 6. Reserveregiment
aus Pennsylvania. Hart gehörte zu den 63 später ausgezeichneten
Unionssoldaten, die in der Schlacht von Gettysburg ihre
Tapferkeit unter Beweis gestellt hatten. Sein Regiment geriet im
Verlauf der Schlacht unter Feuer mehrere feindlicher
Scharfschützen. Hart meldete sich kurzerhand gemeinsam mit 5
weiteren Freiwilligen und stürmte gegen den verschanzten
Feind vor. Nach wenigen Metern gerieten die Unionssoldaten
unter schweren Beschuss. Todesmutig ignorierten die Männer
die Gefahr und rückten weiter vor. Es gelang ihnen, den
Schuppen, in welchem die Scharfschützen lagen, zu stürmen
und mit mehrerer Gefangenen erreichten alle 6 Freiwilligen
Stunden später erschöpft aber unverletzt die eigenen Linien. Johann Hart
erhielt am 3. August 1897 die Tapferkeitsmedaille. Er starb
am 2. Juni 1908 und wurde in Cumberland, Maryland, beerdigt.
Heinrich Hoffman wurde am 3.
Dezember 1836 in Württemberg geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als Corporal in der M Kompanie des 2.
Kavallerieregimentes aus Ohio. Während der Feldzüge von
Deatonsville (Sailors Creek) vom 29. März bis 6. April 1865,
erbeutete Heinrich Hoffman am letzten Schlachttag eine
konföderierte Fahne. Heinrich Hoffmann starb am 8. Januar
1894 und wurde auf dem Old Joseph's Friedhof in Cincinnati,
Ohio, beigesetzt.
Franz Irsch wurde am 4. Dezember
1840 in Saarburg, in der Nähe von Trier, geboren. Im
Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Hauptmann in der
45. New Yorker Infanterie. Während der Schlacht von
Gettysburg kam es wiederholt zu erbittert geführten
Straßenschlachten. Am 1. Juli 1863 kommandierte Hauptmann
Irsch vier Kompanien und konnte nach harter Gegenwehr 100
konföderierte Soldaten gefangen nehmen. Franz Irsch starb am
19. August 1906 und wurde auf dem Woodlawn Friedhof in
Tampa, Florida, beerdigt.
Wilhelm F. John wurde am 23.
Oktober 1844 in Deutschland geboren. Während der Belagerung
von Vicksburg, vom 29. März bis 4. Juli 1863, gehörte
private John zu den Unionseinheiten, die in gnadenlosen
Sturmangriffen die Befestigung der Konföderierten erstürmen
sollten. Am 23. Mai setzte sich Wilhelm John an die Spitze
der Truppen und stürmte unter furchtbarem feindlichen Feuer
unentwegt vorwärts. Wilhelm F. John starb am 29. August 1927
und wurde gemeinsam mit seiner Frau auf dem Prattsburg
Friedhof von Macksville, Kansas, beerdigt.
Johann Kaiser wurde 1825 in
Herzogenaurach, ganz in der Nähe von Erlangen, geboren. Im
Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Feldwebel der E
Batterie in der 2. US Artillerie. Kaiser erwarb die
Tapferkeitsmedaille für sein unerschrockenes Verhalten in
der Schlacht von Richmond (Sieben Tage Schlacht) am 27. Juni
1862. Er starb am 9. Januar 1894 und wurde auf dem Forest
Lawn Friedhof in Buffalo, New York, beigesetzt.
Luther Kaltenbach wurde am 16.
August 1843 in Deutschland geboren. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als Feldwebel der F Kompanie im 12.
Iowa Infanterieregiment. In der Schlacht von Nashville,
Tennessee, am 16. Dezember 1864, erbeutete Kaltenbach trotz
verbitterter Gegenwehr die Regimentsfahne der 44.
Mississippi Infanterie. Luther Kaltenbach starb am 1.
September 1922 und wurde auf dem Friedhof von Los Angeles,
Kalifornien, beerdigt.

Peter Kappesser (Bild) wurde am 8. Januar
1839 in Heiligenmoschel, in der Nähe von Kaíserslautern,
geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als
Corporal der B Kompanie im 149. Infanterieregiment aus New
York. Während der Schlacht von Chattanooga überraschte
Corporal Kappesser konföderierte Soldaten der Armee General
Braggs. In einem wilden Handgemenge konnte Kappesser die
feindliche Fahne erbeuten. Er trug sie den ganzen Tag unter
seiner Jacke mit sich herum. Zurück auf dem Schlachtfeld
rettete er einen verwundeten Kameraden und brachte ihn in
Sicherheit. Am Abend benutzte er die erbeutete Fahne als
Kopfkissen, um sie am nächsten Morgen seinem kommandieren
Offizier zu übergeben. Am 28. Juni 1865 erhielt er für seine
Tat die Tapferkeitsmedaille. Peter Kappesser starb am 31.
Mai 1930 und wurde auf dem Woodlawn Cemetery, New York,
beigesetzt.
August Kautz
Harry Kline wurde am 4. Oktober
1841 in Deutschland unter dem Namen Heinrich Klein geboren.
Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er als Korporal im 40.
Infanterieregiment aus New York. Während der Gefechte von
Deatonsville (Sailors Creek), vom März bis April 1865,
gelang es Corporal Klein, eine gegnerische Flagge zu
erbeuten. Heinrich Klein starb am 5. Dezember 1901 und wurde
in Syracuse, New York, beerdigt.
Karl H. Kloth
Johann Langbein wurde am 22.
September 1845 in Deutschland geboren. In der Schlacht bei
Camden, North Carolina, am 19. April 1862, rettete der
Trommler Johann Langbein einem verwundeten Offizier das
Leben, indem er unter heftigen Feuer medizinische Hilfe
herbeirief. Johann Langbein starb am 28. Januar 1910 in New
York und wurde in der Bronx beigesetzt.
Andreas Miller
Heinrich August Müller wurde am 22.
März 1839 in Deutschland geboren. Während der Belagerung von
Fort Blakely, Alabama, erbeutete Hauptmann Müller am 9.
April 1865 die Regimentsfahne eines feindlichen Regimentes.
Heinrich A. Müller starb am 12. Juni 1919 und wurde in
Champaign, Illinois, beigesetzt.
Johann Müller wurde 1841 in
Deutschland geboren. In der Schlacht bei Gettysburg stand er
als Korporal in den Linien des 8. Ohio Infanterieregiments,
als die Konföderierten unter General Pickett angriffen. An
diesem 3. Juli 1863 gelang es Korporal Müller, die
feindlichen Regimentsfahnen des 34. North Carolina Regiments
und des 38. Virginia Regimentes zu erbeuten. Fast 200
Konföderierte gerieten in Gefangenschaft. Johann Müller
starb am 11. Juni 1909 in Philadelphia, Pennsylvania.
Johann Müller wurde 1839 in
Kurhessen, Deutschland, geboren. In der Schlacht von
Waynesboro, Virginia, am 2. März 1865 erbeutete Soldat
Müller eine konföderiete Fahne. Johann Müller starb am 8.
März 1882. Er liegt in Champaign, Illinois, begraben.
George W. Mindil
Johann H. Nibbe wurde am 25. November 1847
in Deutschland geboren. Während des Gefechtes auf dem Yazoo
River in Mississippi am 22. April 1864, geriet die U.S.S.
Petrel unter starken feindlichen Beschuss. Ein Geschoss
durchschlug plötzlich den Schiffsrumpf und brachte den
Kessel zur Explosion. Viele der Mannschaften wurden getötet
oder verletzt. Nachdem die restliche Mannschaft das Deck
verlassen hatte, blieb Quartermaster Johann Nibbe bei den
Verwundeten und stand ihnen trotz des mörderischen
Beschusses bei. Johann Nibbe starb am 15. Juni 1902 und
wurde in Bremerton, Washington, beerdigt.
Konrad Noll wurde am 20. Februar
1836 in Deutschland geboren. Während des blutigen Feldzuges
in der Wildnis im Mai 1864, kam es am 12. Mai zum Höhepunkt.
Nachdem alle Fahneträger im mörderischen Feuer des Feindes
gefallen waren, ergriff Sergeant Noll die Regimentsfahne und
trug sie todesmutig dem Feind weiter entgegen. Konrad Noll
starb am 26. Mai 1925 in Ann Arbor, Miss. Er wurde auf dem
Forest Hill Cemetery beigesetzt.

David Orbansky (Bild) wurde 1843 in
Preussen geboren. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente er
als private in der B Kompanie des 58. Infanterieregimentes
aus Ohio. In der Schlacht von Shiloh 1862 und während der
Belagerung von Vicksburg 1863 tat er sich in einem Maße
hervor, dass ihm am 2. August 1879 die Tapferkeitsmedaille
verliehen wurde. David Orbansky starb am 22. Januar 1897. Er
wurde auf dem jüdischen Friedhof von Cincinnati, Ohio,
beerdigt.
Joseph Pesch wurde am 18. Juli in
Großleiten (ehem. preußisches Gebiet) geboren. In den
Gefechten am 28. und 29. April 1863 auf dem Mississippi
Fluss wurde das Unionsdampfschiff "Cheeseman" durch starken
Beschuss manövrierunfähig. Einige US Artilleristen der 1.
Leichten Artillerie brachten daraufhin Munition und weitere
Ausrüstungsgegenstände des Schiffes in Sicherheit. Unter den
Soldaten befanden sich Heinrich Hammel und Joseph Pesch.
Joseph Pesch starb am 11. Oktober 1903 in St. Louis,
Missouri. Er wurde auf dem Bellefontaine Cemetery
beigesetzt.

Friedrich Phisterer (Bild) wurde am 11.
Oktober 1836 in Württemberg geboren. Als Kind kam er nach
Amerika. Hier meldete er sich im Dezember 1855 zur 3.
Artillerie. Im Amerikanischen
Bürgerkrieg diente er als Oberleutnant in der 18. US
Infanterie. Am 31. Dezember 1862 meldete sich Leutnant Phisterer freiwillig, um wichtige Befehle unter schwerem
feindlichen Beschuss zu übermitteln. Dadurch entgingen
einige Unionstruppen der Gefangenschaft bzw. dem Tod.
Phisterer erhielt für sein tapferes Verhalten in der
Schlacht von Stone River am 12. Dezember 1894 die
Tapferkeitsmedaille. Am 4. August 1870 wurde Phisterer auf
eigenen Wunsch aus dem Armeedienst verabschiedet. Später machte er sich durch
Veröffentlichungen umfangreicher Statistischer Werke über die
Teilnehmer im Amerikanischen Bürgerkrieg verdient. Friedrich Phisterer starb am 13. Juli 1909 und wurde in Columbus,
Ohio, beigesetzt.
Friedrich Rock wurde 1840 in
Darmstadt geboren. Während der Vicksburg Feldzüge im Mai
1863 zeichnete sich Soldat Friedrich Rock aus, nachdem er
während eines verzweifelt geführten Sturmangriffs den
Kameraden voranstürmte. Die Soldaten standen dabei im
heftigsten feindlichen Feuer, welches insgesamt über 3000
Opfer auf Seiten der Union forderte. Friedrich Rock starb am
7. November 1924 in Tampa, Florida, und wurde auf dem
Woodland Cem. beigesetzt.
Valentin Rossbach wurde 1842 in
Deutschland geboren. Am 12. Mai 1864 kam es zur
Entscheidungsschlacht während der Wildernis Feldzüge. In
einem äußert kritischen Augenblick appellierte Sergeant
Valentin Rossbach an die Kanoniere seiner 34. New Yorker
Batterie, das gut gezielte Feuer auf den Feind trotz eines
mörderischen Beschusses aufrecht zu erhalten. Seinem
Engagement war es zu verdanken, dass sich der Feind in
diesem Frontabschnitt zurückzog. Valentin Rossbach starb am
20. Februar 1897 in Brooklyn, New York.
Johann Schiller wurde am 16. August
1847 in Hessen geboren. In der Schlacht bei Chapin's Farm,
Virginia, gelang es den Unionstruppen durch ein beherztes
Vorrücken, feindliche Truppen in einem Grabensystem zu
überrumpeln und gefangen zu nehmen. Unter den 30
Unionssoldaten, die für ihre Tat mit der medal of honar
ausgezeichnet wurden, befand sich auch Johann Schiller. Er
starb am 3. Juni 1926 in Brooklyn, New York.
Philip Schlachter wurde am 17. Juni
1841 in Deutschland geboren. Am 12. Mai 1864 erbeutete
Soldat Schlachter in der Schlacht von Spotsylvania,
Virginia, die Fahne des feindlichen 15. Louisiana
Regimentes. Philip Schlachter starb am 9. September 1923 in
Sturgis, Mississippi. Er wurde auf dem Oakland Cem.
beigesetzt.
Georg W. Schmal wurde 1849 in
Deutschland geboren. Der junge Kavallerist Schmal erbeutete
im Gefecht von Paines Crossroads, Virginia, am 5. April
1865, eine feindliche Regimentsfahne. Georg Schmal starb am
4. August 1923 in Buffalo, New York.
Andreas Schmauch

Conrad Schmidt (Bild) wurde am 27. Februar
1830 in Württemberg geboren. Während der Gefechte von
Winchester, Virginia, am 19. September 1864, ritt der First
Sergeant Conrad Schmidt von der K Kompanie der 2. US
Kavallerie, zurück in die feindlichen Linien, und rettete
seinem verletzten Kompaniechef das Leben, indem er ihn auf
sein Pferd zog. Schmidt starb am 26. Dezember 1908 und wurde
in Ogden, Kansas, beerdigt.
Karl Schorn wurde am 1. Mai 1842 in
Deutschland geboren. Der Regimentstrompeter Schorn erhielt
die medal of honar, weil er in der Finalschlacht bei
Appomattox, Virginia, am 8. April 1865 die feindliche Fahne
der "Sumter Flying Artillery" erbeutet hatte. Karl Schorn
starb am 25. März 1915 in Pomery, Ohio.
Frank Schubert wurde am 12. Januar
1841 in Hessen geboren. Am 2. April 1865 erbeutete Sergeant
Schubert in der Schlacht von Petersburg, Virginia, eine
feindliche Fahne und zwei Feldabzeichen konföderierte
Einheiten. Er starb am 24. Dezember 1920 in St. Louis,
Missouri.

Theodor Schwan (Bild) wurde am 9. Juli
1841 in Hannover geboren. Er kam als Kind nach
Amerika. Bereits im Juni 1857 diente er als Feldwebel in der
regulären 10. Infanterie. Im Amerikanischen Bürgerkrieg diente Schwan als
Oberleutnant im 10. US Infanterieregiment. In der Schlacht
von Peebles Farm, Virginia, am 1. Oktober 1864, rettete er
einem schwer verletzten Offizier das Leben. Ohne Rücksicht
auf sein eigenes Leben setzte er sich schweren feindlichen
Beschuss aus und zog den Verletzten zurück hinter eine
Verschanzung. Theodor Schwan erhielt dafür am 12. Dezember
1898 die medal of honor. Nach 44 Jahren Militärdienst trat
er am 21. Februar 1901 im Rang eines Brigadegenerals in den
Ruhestand. Theodor Schwan starb am 27. Mai 1926 im Alter
von 84 Jahren und wurde auf dem Arlington National Cemetery
beigesetzt.
Martin Schwenk wurde am 28. April
1839 in Baden geboren. Während der Schlacht von Gettysburg
im Juli 1863 spielte Sergeant Schwenk von der 6. US
Kavallerie eine herausragende Rolle. Im heftigsten Feuer
ritt er pausenlos mitten durch feindliche Linien und
überbrachte wichtige Befehle der Regimentskommandeure.
Später gelang es Schwenk, einen bereits gefangen
genommenen Unionsoffizier aus der Hand des Feindes zu
befreien. Martin Schwenk starb am 20. Juni 1924 in Arlington,
Virginia.
James M. Seitzinger wurde am 24.
November 1846 in Deutschland geboren. In der Schlacht von
Cold Harbor, Virginia, am 3. Juni 1864 ergriff Soldat
Seitzinger die Fahne des 116. Pennsylvania Regimentes,
nachdem der Fahneträger tödlich getroffen worden war, und
trug sie seinen Kameraden voran gegen den Feind in die
Schlacht. James Seitzinger starb am 14. Januar 1924 in
Fauntain Springs, Pennsylvania.
Karl Shambaugh wurde am 25. August
1839 in Deutschland geboren. Er erhielt die medal of honar,
nachdem er im Gefecht von Charles City Crossroads, Virginia,
am 30. Juni 1862 eine feindliche Fahne erbeutet hatte. Karl
Shambaugh starb am 12. Oktober 1913 in Washington DC. Er
wurde auf dem Prospect Hill Cemetery beigesetzt.
George H. Stockman wurde am 3. Juli
1833 in Münden geboren. Während der Vicksburg Feldzüge im
Mai 1863 kam es am Morgen des 22. Mai zu einem Sturmangriff
auf die belagerten konföderierten Truppen. Oberleutnant
Stockman zeichnete sich durch persönlichen Mut aus, indem er
im mörderischen Feuer seiner Kompanie voranschritt. Georg
Stockman starb am 30. Juni 1912 in Bala - Cynwyd,
Pennsylvania.
Christian Streile wurde 1839 in
Deutschland geboren. Er gehörte zu den US Kavalleristen, die
in dem Gefecht von Paines Crossroads, Virginia, am 5. April
1865, feindliche Fahnen erbeuteten. Christian Streile starb
am 4. Dezember 1886 in Middle Village, New York.
Robert Summers
Jacob Swegheimer wurde am 25.
Februar 1843 in Baden geboren. Er gehörte zu den 97 später
ausgezeichneten Unionssoldaten, die sich in dem Sturmangriff
auf Vicksburg am 22. Mai 1863 durch persönlichen Mut
ausgezeichnet hatten. Jacob Swegheimer starb am 15. März
1917 in Delaware, Ohio.
Heinrich Thielberg
Ernst Torgler wurde am 29. März
1840 in Mecklenburg geboren. Nachdem sein kommandierender
Offizier in der Schlacht von Ezra Chapel, Georgia, am 28.
Juli 1864 schwer verwundet worden war, zögerte Sergeant
Torgler keinen Augenblick, seinen Vorgesetzten zu retten. Er
überquerte unter schweren feindlichen Feuer das Schlachtfeld
und rettete dem Offizier das Leben. Ernst Torgler starb am
3. August 1923 in Toledo, Ohio.
Georg Uhrl wurde am 21. Oktober
1838 in Baden geboren. In der Schlacht bei White Oak Swamp,
Virginia, sicherten Sergeant Uhrl und zwei seiner Kameraden
das Geschütz einer anderen Unionsbatterie, nachdem dessen
Kanoniere geflüchtet waren. Georg Uhrl starb am 28.
September 1911 in Middle Village, New York.
Martin Wambsgan wurde am 19. August
1839 im bayerischen Nussdorf geboren. In der Schlacht von
Cedar Creek, Virginia, am 19. Oktober 1864 war der Feind
bereits bedrohlich an die Stellungen der Unionseinheiten
herangerückt, als plötzlich Soldat Wambsgan aus dem Graben
sprang und die eigene Regimentsfahne rettete, nachdem alle
Fahnenträger gefallen waren. Martin Wambsgan starb am 3. Mai
1911 in Syracuse, New York.
Wilhelm Westerhold
Johann L. Younker wurde am 16.
November 1836 in Württemberg geboren. In der Schlacht von
Cedar Mountain, Virginia, am 9. August 1862, meldete sich
Soldat Younker freiwillig, um Befehle zu überbringen. Unter
schweren Geschütz- und Musketenfeuer machte er sich auf den
Weg. Im Verlaufe des Tages wurde er verwundet. Johann L.
Younker starb am 18. Mai 1911 in Logan, Ohio. Er wurde auf
dem Oak Grove Cemetery beigesetzt.
zurück
|